Nebelfilter sind ein wunderbares Hilfsmittel, um der heutigen Lichtverschmutzung
ein Schnippchen zu schlagen. Die meisten Sternfreunde beobachten in Regionen mit
ziemlich starker Lichtverschmutzung. Die Lichtglocken der großen Städte
reichen immer weiter. Ein Teleskop mit dem vielfachen Lichtsammelvermögen
des menschlichen Auges "sieht" diese störenden Hintergrundlichter
auch in ländlichen Gebieten, und selbst in mittleren oder hohen Gebirgslagen
sind die Beobachtungsbedingungen heutzutage bei weitem nicht mehr so gut wie noch
vor 10 oder 20 Jahren. Deshalb bringt der Einsatz von Nebelfiltern immer einen
Gewinn.
Nebelfilter sind sogenannte "Interferenz-Filter" und arbeiten dergestalt,
daß sie bestimmtes Licht (bestimmte Farben) durchlassen und andere wiederum
teilweise oder vollständig blockieren. Durch geschickte Wahl des Durchlaß-
und Blockier-Bereiches wird die störende Hintergrunds-Aufhellung beseitigt
und das Beobachtungs-Objekt erscheint in markantem Kontrast im Okular!
"Breitbandige" Filter lassen mehr Licht durch und sind vor allem
gute Allround-Filter und auch für die Astrofotografie gut zu gebrauchen,
während "engbandige" Filter weniger Licht durchlassen, dafür
aber auf bestimmte Objektgruppen zugeschnitten sind und bei diesen einen besseren
Kontrast liefern.
Nebelfilter können grundsätzlich an allen Teleskopen verwendet werden,
egal welche Öffnung, Brennweite oder welches Öffnungsverhältnis
sie haben. Lediglich bei extrem "schnellen" Öffnungsverhältnissen
wie zB. F/2,5 ist der Einsatz sehr engbandiger Filter nicht so zu empfehlen,
solche Teleskope gibt es aber sehr selten.
Das Astronomik Oxygen-III-Filter
ist ein preiswertes Filter für visuelle Beobachtung von Planetarischen
Nebeln und Supernova-Überresten, auch schon mit Geräten mittlerer
Öffnung. Das O-III-Filter läßt die beiden Sauerstofflinien passieren,
die vorwiegend von Planetarischen Nebeln und Supernova-Überresten ausgesendet.
Der Cirrusnebel wurde mit dem O-III-Filter schon in Stadtnähe mit 8"
Öffnung gesehen und beim Hantel-Nebel M27 sind die "Ohren" bereits
in kleinen Teleskopen sehr gut zu sehen!
Das Astronomik Oxygen-III-Filter filtert das unerwünschte Licht von Quecksilber-
und Natriumdampflampen aus (Spektrallinien Hg und Na), die von irdischen Straßenlampen
herrühren. Wenig bekannt ist auch, dass bestimmte, natürlich vorkommende
Gase in der Erdatmosphäre für das menschliche Auge sichtbares Licht
ausstrahlen ("Skyglow" genannt). Deswegen ist auch der sternenklarste
Himmel (z. B. im Hochgebirge) nie wirklich pechschwarz. Das Astronomik O-III-Filter
blockiert auch dieses störende Licht!
Das Astronomik Oxygen-III-Filter ist eine ideale Ergänzung zum Astronomik
Ultra-High-Contrast-Filter (UHC-Filter). Speziell für die CCD-Fotografie
wurde das Astronomik O-III-CCD-Filter entwickelt.
Auch die besten Filter können ihre Wirkung jedoch nur dann entfalten,
wenn auch das Trägermaterial (das Glas) des Filters und die Beschichtung
gute Eigenschaften aufweist. Alle Astronomik-Filter besitzen exakt bearbeitetes
Filterglas für bestmögliche Gesamtfilter-Qualität ohne Doppelbilder.
Durch die aufwändige Beschichtungs-Technologie sind die Filter auch nach
vielen Jahren noch so gut wie am ersten Tag. Sie überstehen Reinigungen
und sind unempfindlich gegen allgegenwärtige Feuchtigkeit.
Astronomik-Filter werden in einer ansprechenden und stabilen Aufbewahrungs-Box
geliefert.
Bei einem Praxistest mit Nebelfiltern verschiedener Hersteller wurde über
das Astronomik O-III-Filter ausgesagt, dass es oft ebenso gut wie der Lumicon
O-III-Filter abschnitt, dabei aber weniger stark abdunkelte (Interstellarum
42, Oktober/November 2005).
Technische Daten:
- Durchlaß der O-III (496nm, 501nm) Linien
- Blockiert störende Lichtanteile
- Transmission 90-96% bei beiden O-III-Linien
- Hochwertige und robuste dielektrische Beschichtungen
- Für Teleskope ab ca. 6" geeignet
- Einschraubgewinde für 1¼" Steckfassung
- Optisch hochwertiges, feuchtigkeitsunempfindliches, nicht alterndes und
kratzfestes Filter
Hier geht es zu einer Übersicht über die Verwendung von Nebelfiltern.